Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

Mit großer Freude und Dankbarkeit schauen viele von uns auf das, was in unserem Gemeinschaftssaal in den letzten Wochen entstanden ist. Besonders freue ich mich über die vielen positiven Rückmeldungen: „Das übertrifft alle Erwartungen ...“ sagte mir ein älteres Mitglied. „Es ist alles so schön hell und freundlich!“ betonten andere. „An die neuen Farben muss man sich erst noch gewöhnen, aber das kann man ...“ war eine andere Rückmeldung. „Schön, dass vertrauliche Elemente geblieben sind, die Stühle, die Orgel, …“ „Am besten gefällt mir das blaue Feld mit dem Kreuz!“ sagte mir eine Person, die eher „von außen“ rein guckt. Andere Gottesdienstbesucher sagten mir sinngemäß: „Der Predigt kann man ganz anders zuhören, weil sie von dem strahlenden Kreuz mit seinen Symbolen geradezu bekräftigt wird.“

Solche Rückmeldungen erhalte ich in diesen Tagen mehrfach. Es ist richtig und verständlich, dass mancher sich an das Neue gewöhnen muss. Immerhin prägte ca. 40 Jahre lang ein anderes Bild unsere Räume. Trotzdem: Es sind unsere Räume geblieben. Alt-Vertrautes erstrahlt lediglich in neuen, hellen Farben! Und was ich persönlich besonders gelungen finde, ist, dass Jesus Christus als das Zentrum unseres Glaubens so deutlich betont ist und alles andere „überstrahlt“. Das blaue Wandkreuz (blau = Farbe des Glaubens) bildet tatsächlich die Mitte der Neugestaltung.
Kunstvoll sind hier von Uwe Appold die „Ich-Bin-Worte“ von Jesus Christus aus dem Johannes-Evangelium dargestellt. Gut zu erkennen ist die Weintraube (Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben …); darunter das Brot (Ich bin das Brot des Lebens …), das in ein grünes (Farbe der Hoffnung) Viereck hineinragt. Das Viereck steht für unsere Erde, der gelbe Kreis darüber für die Unendlichkeit Gottes, den Himmel. Daneben der immergrüne, hoffnungsvolle Zweig. Der senkrechte Strich links bildet das „Aufgerichtet Werden“ und in Bewegung-Kommen durch dieses Brot ab. Rechts neben dem Kreuz tritt die gelb-goldene Spirale als Zeichen der Auferstehung und des Lebens in den Vordergrund (Ich bin die Auferstehung und das Leben …). Darunter das Dreieck mit dem „Auge Gottes“: Gott sieht mich, auch dann, wenn ich ganz unten bin. Der Hirtenstab erinnert an Jesus, den guten Hirten! Darüber das goldgelbe Tor (Gelb ist die Farbe des Lichts, die Farbe Gottes). Jesus sagt: „Ich bin die Tür ...“ zum Vater im Himmel. Im oberen Feld fallen der gelbe Kreis (= die Unendlichkeit Gottes) und die orange, gefüllte Schale (Orange = Farbe des Festes und der Freude) als Symbol für den Abendmahlskelch „zur Vergebung unserer Sünden“ auf. Daneben steht „IX“ (im Griechischen sind das die Anfangsbuchstaben für „Jesus Christus“).
Im unteren Bereich links finden wir noch eine leere Schale und auf der rechten Seite das Spiegelverkehrte „est“ (lat. für „ist“). Diese beiden Symbole laden uns als Betrachter ein: Tritt hinein in das Bild und vertraue dem, was Jesus für uns „ist“. Dann sollst auch Du erkennen, dass es so „ist“, und Deine leere Schale wird sich füllen.
Dieses Bild lebt, weil Jesus Christus, den es mit seinen Kernaussagen verkündigt, lebt!

Allen, die es noch nicht gesehen habe, lade ich ein, es zu betrachten und seine belebende Ausstrahlung zu erfahren.
Möge es uns Jesus Christus, dem Geheimnis unseres Glaubens, näher bringen.


Ihr Samuel Liebmann