Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

Nun ist mein Jahr schon fast vorüber, aber das FSJ soll auch nur eine Station sein, auf dem Weg, den Gott für mich bereit gestellt hat. Der nächste Schritt ist die neue Schule, auf die ich gehen werde.

Mein Weg, den ich hier in der Gemeinschaft gehen durfte, wurde mir jeden Morgen aufs Neue leicht gemacht durch ein Plakat an der Wand im Obergeschoss, auf dem steht: „Herr mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens.“ Und so wollte ich mit diesem Gedanken in den Tag starten.

Mir fällt dazu Jona ein:
Jona sollte auch ein Werkzeug für Gottes Frieden sein, auch wenn es erst nicht so aussah. Er sollte nach Ninive gehen, um den Menschen dort zu verkündigen, dass Gott ihre Bosheit erkannt hatte. Aber Jona wollte nicht nach Ninive, sondern er ging zum Hafen, um in die entgegengesetzte Richtung vor dem Herrn zu fliehen. Dann zog ein schlimmes Unwetter auf, es ging erst vorüber, als man Jona Überbord warf.

Als Jona im Meer war, schickte Gott einen riesigen Fisch, der Jona verschlang. In dem Bauch des Fisches war er drei Tage und drei Nächte und dort betete er zu Gott. Nach seinem Gebet sprach der Herr zu dem Fisch, dass er Jona ausspucken sollte. So wichtig war Gott, dass Jona als sein Werkzeug nach Ninive gehen sollte, auch wenn Jona nicht wollte.

So erneuerte der Herr das Wort an Jona. Und Jona tat, was der Herr ihm aufgetragen hatte. Er ging nach Ninive und verkündigte, dass die Stadt in vierzig Tagen untergeht, wenn sie sich nicht bekehren. Das Wunder geschah: Die Menschen in Ninive glaubten Jonas Worten. So gab der König den Befehl, dass alle Buße tun sollten. Und die Stadt blieb verschont.

Interessant, warum Gott unbedingt Jona als Prediger haben wollte. Dafür lässt Gott sogar einen Sturm aufziehen und Jona in Gefahr bringen, weil er ihn unbedingt als Werkzeug seines Friedens gebrauchen will.

Der Herr kann auch andere Zeichen geben als einen Sturm und einen Fisch, z.B einen Regenbogen oder auch einfach eine andere Person, um uns deutlich zu machen, dass auch wir Werkzeug Gottes sein können und sollen.

Ich für meinen Teil konnte, so glaube ich, an der ein oder anderen Stelle Werkzeug sein.

Nun möchte ich einfach nochmal ein paar Dinge sagen, für die ich sehr dankbar bin. Das Miteinander in der Gemeinschaft hat mir den Start in das FSJ super leicht gemacht. Aber auch die Jugend, also Mittendrin, Teenkreis, Jungschar waren eine Zeit die ich in vollen Zügen genossen habe. Die Gottesdienste waren eine große Bereicherung, in denen ich Musik, Einleitung und sogar Predigen durfte. Zum Schluss kommen die Bibelgespräche, die mir immer wieder die Möglichkeit gegeben haben, die Bibel besser zu verstehen und auch aus ihr schöpfen zu können.

Herzliche Grüße


Tobias Flanz