Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

"Monatsspruch Dezember: (Ps 130,6)
Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen."

Mit dem 1. Advent beginnt wieder die besondere Zeit des Wartens auf Weihnachten. Zumindest bei den Kindern ist dieses sehnsuchtsvolle Warten auf Weihnachten zu erleben. Sie können es meist kaum noch erwarten.

Und wir? Wie sieht es bei uns Erwachsenen aus? Warten wir auf Weihnachten? Bzw. erwarten wir von Weihnachten noch etwas außer Stress und Hektik? Wahrscheinlich sind wir da mit dem Erwarten etwas entspannter und gelassener als die meisten Kinder. Für uns hat die Adventszeit mit seiner besonderen Atmosphäre, seinen Düften und Leckereien bereits so viel Besonderes, dass das Warten auf Weihnachten eher in den Hintergrund tritt. Und dabei ist Weihnachten doch das Eigentliche, worauf die Adventszeit zugeht: Nicht der Schlusspunkt einer schönen, mit Kerzen und Dürften gefüllten Zeit, sondern das krönende Ziel mit dem größten Geschenk, das Gott uns und seiner geliebten Welt gemacht hat, damit wir getrost und hoffnungsvoll starten können in ein neues Jahr! Denn in Jesus kommt Gott auf die Welt! ER kommt in unsere Welt mitten in die Dunkelheit unserer Tage. Dieses Geschenk, das Gott uns mit dem kommenden Weihnachtsfest wieder neu in Erinnerung ruft, ist das eigentliche Hoffnungslicht für uns und unsere Welt! Darum singen wir alle Jahre wieder: „O Du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weihnachtszeit ...“
Nicht weniger dürfen wir wieder von Weihnachten erwarten – auch und gerade wir Erwachsenen!

Der Beter aus Psalm 130 hat diese Erwartung und Hoffnung. Mehr als die schlichte Erwartung, dass mit dem neuen Morgen ein neuer Tag anbricht, der die Dunkelheit der Nacht wegnimmt, ersehnt der Beter das Kommen des Herrn. Denn er weiß, wenn Gott kommt, dann wird ein grundlegend neuer Tag anbrechen, ein Tag, an dem alle Dunkelheit dieser Welt endgültig besiegt ist. Alles Böse, alle Krankheit und Not – ja sogar der Tod wird dann nicht mehr sein. Denn wo Gott ist, da ist lauter Licht und Freude. Als Jesus vor 2000 Jahren auf die Welt kam, ist mit ihm der Morgenstern, bzw. die Morgendämmerung dieses neuen Tages in unserer Welt aufgegangen. Darum feiern wir Weihnachten als das Hoffnungslicht für unsere Welt und warten zugleich – wie der Beter aus Psalm 130, dass Jesus wiederkommt und alle Nacht endgültig hell macht. In der fröhlichen Erwartung des kommenden Weihnachtsfestes wollen wir das Warten auf das Wiederkommen von Jesus im Blick behalten. Mit dieser adventlichen Vorfreude grüße ich Sie herzlich,

Ihr Samuel Liebmann


Ihr Samuel Liebmann