Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde,

Gut ist der Herr, eine feste Burg am Tag der Not. Er kennt alle, die Schutz suchen bei ihm. (Nahum 1, 7)

Der Bibelvers aus dem Alten Testament erinnert an das Lied von Martin Luther:
„Ein feste Burg ist unser Gott …“. Mir scheint es, als sei die Bedeutung der Reformationszeit heute immer weniger Menschen bekannt. Die Botschaft der Bibel veränderte die Welt!
So könnte man die historische Wirkung der Reformation in einem Satz beschreiben.

Doch wie kam das? Jeder, der die „neue Lehre“ von Gottes Liebe und Sehnsucht nach Beziehung zu uns Menschen hörte, stand plötzlich mit sich und seiner Umwelt in Spannung.
Das Evangelium war unbequem und störte das “normale“ Leben der Menschen, der Kirche und der Gesellschaft. Ist das nicht bis heute so geblieben? Sicher! Doch inmitten der Spannungen des täglichen Lebens erweist sich die Kraft Gottes, die hier im Bild mit schützenden Burgmauern beschrieben wird. Hier findet jeder Mensch Zuflucht.

„Wer Gott sucht, riskiert seine Träume …“ findet aber in Jesus Christus den heilbringenden und helfenden Sohn Gottes, ähnlich wie Martin Luther. Zwar haben sich die Zeiten geändert, nicht aber Gott. So kommt ein Mensch, der Gottes Wort begegnet, im wahrsten Sinn vom Minus zum Plus.

Angesichts des Reformationstages tun wir gut daran, das Ziel Gottes mit der Reformation heute neu zu verstehen. Das Evangelium soll zum Gesprächsthema Nr. 1 werden.

Damals wie heute gehören dazu nicht wenig Mut und Überwindung. Beides zu geben ist Gott bereit. In Jesus schenkt er uns Freude, Kraft, Zuversicht und immer wieder Chancen zur Umkehr. Wenn wir darauf vertrauend leben, werden wir erleben wie verändernd Gottes Wort an uns und anderen Menschen wirkt.

Eine wichtige Bedeutung fällt dabei unseren Gesprächen über den christlichen Glauben in den Alltagsbegegnungen zu. In ihnen eröffnen sich Gelegenheiten, Fragen zu stellen, Vorurteile zu überwinden sowie Beziehungen zu pflegen. Angesichts vieler Fragen und Sorgen, die wir im persönlichen wie auch im gesellschaftlichen Leben haben, kann die neue Besinnung auf Gottes erfahrbare Gegenwart zum Segen für jeden werden.

Gottes Segen wünscht


Uwe Stiller