Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

können Sie spontan Ihren größten Wunsch sagen? Denken Sie ruhig ein wenig nach.

Wissen Sie, dass auch Jesus Wünsche und Hoffnungen hatte? Am allermeisten wünschte er sich von seinem Vater, dass die Jünger eins seien.

Sie waren doch so unterschiedlich in ihren Temperamenten und Prägungen.
Manchmal trugen sie ihre Meinungs-verschiedenheiten kräftig aus. Einige beanspruchten für sich einen Sonderstatus. Das gab natürlich Verärgerung bei anderen.

Ach ja, das kennen wir aus dem täglichen Leben. Schon in den Familien ist das mit der Einigkeit unter Eltern und Geschwistern nicht leicht. An der Uneinigkeit zerbrechen ja schließlich viele Beziehungen.

Da Jesus die verhängnisvolle Macht der Uneinigkeit kannte, wünschte er sich Einheit, Einigkeit unter denen, die sich zu ihm hielten und je halten würden.
Jesus betete also nicht nur für die „paar“ Leute von damals. Nein.
Vielmehr bezog er alle Zeiten in seinen Wunsch ein. Das gilt auch uns.
Doch was heißt Wunsch. Schließlich betete er dafür. Er wusste ganz genau, dass wir Menschen zwar um Einheit bemüht sein können, machen können wir sie nicht.
Jesus betet für seine Gemeinde. Sie ist Gottes Werk und wiederspiegelt seine Herrlichkeit.

Etwas Herrliches ist also nicht langweilig, monoton, gleichbleibend, sondern vielfältig und verschiedenartig. Somit ist Gottes Herrlichkeit lebensweckend, vertrauensfördernd und vereinend wirksam bis heute. Er hat etwas unternommen gegen unseren Stolz, unsere Eifersucht, unsere Lieblosigkeit, unsere Verletzlichkeit usw..

Er hat seinen Sohn, Jesus, in den Tod gegeben damit er stellvertretend für uns die Macht des Todes und der Sünde bricht. Jeder, der das glauben und bekennen kann ist in die Gemeinde
Jesu aufgenommen. Die Einheit lebt nun davon, dass wir Jesus nicht aus den Augen und aus dem Herzen verlieren. Denn nur in seinem Namen und durch seinen Sieg über den Tod am Ostermorgen können wir freudig in versöhnter Vielfalt miteinander leben.
Das erleben wir auch in unserer Kirche und in der Gemeinschaft als Geschenk und als Aufgabe.

Ich wünsche allen ein gesegnetes und frohes Auferstehungsfest!


Uwe Stiller