Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

Einander annehmen. Jeder von uns ist auf die Annahme eines anderen angewiesen. Jeder braucht sie. Ich lebe davon, dass es Menschen gibt, die mich, so wie ich bin, annehmen. Das lässt mich aufatmen, das macht mich glücklich und motiviert mich. Auch unsere Gemeinschaft lebt davon.

Wie kann ein solches Annehmen in unserer Gemeinde, aber auch in unserem privaten Bereich aussehen? Paulus lässt hier im Römerbrief in den Versen zuvor durchschimmern; dass man in der römischen Gemeinde die unterschiedlichsten Menschen antreffen konnte. Jeder war anders, weil jeder von einem anderen Hintergrund her seine Begabung und eigene Prägung in den Glauben an Jesus Christus mitgebracht hat. Gerade diese Unterschiedlichkeit soll nun keinen Anlass bieten, durch den die Einheit ins Wanken gerät. Es geht Paulus auch nicht um eine Gleichmacherei, die alle Unterschiede beiseite räumt. Nein, Paulus lässt diese Unterschiede bewusst zu und ruft dazu auf, einander anzunehmen, gerade in der Verschiedenartigkeit. Die Einheit der Gemeinde wird an einer anderen Stelle gewahrt sie liegt nämlich in dem einmütigen Bekenntnis zu Jesus Christus, unseren Herrn!

Für uns als Gemeinde bedeutet annehmen also, den anderen auch, bzw. gerade in seiner Andersartigkeit aufzunehmen. Orientierung bekommen wir dazu von unserem Herrn, nämlich wie Christus uns angenommen hat. Wie schnell stehen wir in der Versuchung, uns dabei nach dem anderen zu richten nach dem allzu menschlichen Motto: Wie du mir, so ich dir! Aber Christus ist unser Vorbild. Nicht nur das. Dieses Angenommen sein durch Christus eröffnet uns gleichzeitig ganz neue Möglichkeiten. Wir sind aufgenommen in das Kraftfeld des lebendigen Gottes. Also, nicht: "Wie du mir, ..."; sondern: "Wie Christus mir, so ich dir!" Vertrauen / Glaube bleiben somit unverzichtbar das Fundament der christlichen Gemeinde und Kirche.

Ich wünsche unserer Gemeinschaft dazu weiterhin viel Weisheit und Kreativität. Gott segne uns zum gegenseitigen Dienst. So geben wir Gott Ehre und dienen den Menschen.

Ganz herzlich danke ich allen, die während unseres Urlaubs Vertretungen übernommen und somit einen echten Beitrag zu unserer Erholung geleistet haben. Danke!


Uwe Stiller