Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

Die dunkle Jahreszeit mit ihren grauen, nasskalten Novembertagen hat uns in der Hand. Eigentlich keine schöne Jahreszeit – wenn da nicht die mit ihren vielen Lichtern und Kerzen so stimmungsvolle Advents- und Weihnachtszeit wäre.
Sie überwiegt alles Düstere und Ungemütliche in dieser Jahreszeit so sehr, dass die Kinder bereits im Sommer anfangen, die Monate bis Weihnachten zu zählen.
Und wir Erwachsene? Wie geht es uns in diesen Tagen? Freuen wir uns auf die Lichter und Kerzen, oder bleiben wir eher im dunklen Alltagsgrau mit seinen depressiven Auswirkungen hängen?

Wie gut, dass wir als Christen glauben und wissen dürfen, dass die Lichter und Kerzen nicht nur kurze Stimmungsaufheller sind, sondern Zeichen für das Licht der Hoffnung, das Gott mitten im Dunkel dieser Welt aufleuchten lässt.
Helmut Thielicke schreibt in einem seiner Bücher:
„Unsere Kränze und Lichter sollen ein vorauslaufender Glanz jener Herrlichkeit sein, die sich aufmacht, über der Finsternis des Erdreiches aufzugehen. Sie sollen ein Zeichen dessen sein, dass wir unterwegs sind, unterwegs als getröstete und fröhliche Wanderer, deren Herz nicht mehr erschrecken kann und vor deren Lichtern die andrängende Nacht zu weichen hat.“
Jesus Christus ist das Licht für diese Welt. In Ihm zündet Gott eine lebendige Hoffnung unter uns an, dass es nicht dunkel bleiben wird über denen, die im Dunklen sitzen – wie es in einer großen Adventsverheißung heißt (Jes 8,23f).
Was Jesaja und Sacharja „nur“ als Verheißung Gottes aussprechen konnten, ohne dass sich äußerlich irgendetwas verändert hätte, dürfen wir in Jesus im Glauben schauen. ER ist der von Gott verheißene Erlöser für uns und unsere Welt. Weil ER in dieser Welt geboren ist und lebt, leuchtet diese Hoffnung auch in jeder unserer Dunkelheit auf – auch wenn wir äußerlich (zunächst) keine Veränderung feststellen können.

Jesus bringt als unser Erlöser nicht nur Hoffnung, sondern auch dieses, dass wir für andere Hoffnungsträger – und somit ein Segen sein sollen.

Darum lassen Sie uns gerade inmitten aller düsteren und erschreckenden Tatsachen in dieser Welt ganz bewusst ein Licht anzünden und an den glauben, der das Licht für diese Welt ist.
Dazu ermutigt uns auch die Jahreslosung für 2010:
Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich. (Joh. 14,1)

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich


Ihr Samuel Liebmann