Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

Eine offene Tür hat etwas Einladendes. Sie ist ein Zeichen für Vertrauen. Sie eröffnet einen Weg und Freiheit für denjenigen, der hinter verschlossenen Türen sitzt. Offene Türen ermöglichen Begegnung und schaffen Gemeinsch-aft. Offene Türen laden ein und verbin-den. Eine offene Tür zeigt mir: Hier bist Du willkommen! Komm herein! Im Monatsspruch ist davon die Rede, dass Jesus Christus eine Tür öffnet, bzw. geöffnet hat. Und nicht nur das: Kein Mensch kann diese Tür wieder zuschla-gen, dh. sie ist und sie bleibt offen!

Was ist das für eine Tür, von der hier die Rede ist. Dieser Vers steht am Anfang des 6. Sendschreibens in der Offenbarung. In diesen Sendschreiben lesen wir Grundlegendes und Richtungsweisendes für die Gemeinde Jesu zu aller Zeit. Also auch für uns heute! Hier wird die geöffnete Tür im Gegensatz zu den menschlichen Möglichkeiten und seiner Schaffens-kraft genannt. Gerade weil wir Mensch-en immer wieder an Grenzen stoßen, hat Jesus diese Tür aufgetan! Es handelt sich also um eine Tür, die nur von einer Seite zu öffnen ist. Und das ist nicht die unsere, sondern seine Seite. Unsere „Kraft“ ist zu klein! Wir sind darauf angewiesen, dass Jesus diese Tür öffnet!

Wenn Jesus Christus, der Herr seiner Gemeinde damals wie heute, uns eine offene Tür verheißt, so ist damit folgendes gemeint: Es handelt sich vor allem und zuerst um die Tür zu unserem Vater im Himmel! Diese hat er ein für allemal aufgeschlossen. Kein Mensch und keine andere Macht kann sie je wieder verschließen. Über seiner Gemeinde ist und bleibt der Himmel offen – nicht weil wir so gut sind, sondern weil Jesus so gut ist und es gesagt hat! Die Verbindung zum „König des Himmels und der Erde“ ist offen, und wir dürfen eintreten und zu ihm kommen und Gemeinschaft mit ihm haben. Was für eine Zusage und Ehre.
Zum anderen scheint der Hinweis auf die offene Tür und die kleine Kraft seiner Gemeinde deutlich zu machen, worauf es in der Gemeinde Jesu bis heute ankommt: Nämlich dass Jesus selbst seine Gemeinde lenkt und leitet und Türen öffnet oder auch nicht. Dass es weitergeht und wir weiter wirken können und Spuren seines Segens in dieser Welt hinterlassen, liegt nicht zuerst an unserer Kraft, sondern an Jesus selbst! Und er verspricht: „Siehe (– auch wenn es oft nicht so aussieht!), ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen!“

Mit dieser Zusage zu leben, auf sie zu bauen und mit ihr zu rechnen, dazu ruft Jesus uns auf. Halte diese Zusage fest, „dass niemand deine Krone nehme“ (Offbg. 3,11)!

Diese von Jesus geöffnete Tür zum Himmel und auch zu den Menschen auf der Erde ist die Krönung! Lasst uns das festhalten und uns davon stärken und ermutigen lassen für all unser Tun und Wirken. Gott segne Sie und uns als Gemeinschaft,


Ihr Samuel Liebmann