Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

"Monatsspruch August: Jesus Christus spricht: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. (Matth. 7,7)"

Der Monatsspruch für August beinhaltet eine der gewaltigsten Zusagen, die Jesus uns im Blick auf das Gebet gibt. In drei kurzen Beschreibungen bekräftigt Jesus, dass ER unser Gebet hört – und nicht nur das: Er verspricht, dass keines unserer Gebete unerhört bleibt. - Was für eine „unerhörte“ Zusage!
Unsere Erfahrungen mit dem Gebet sind ja durchaus gemischt. Mal erlebt jemand eine geradezu unglaubliche Gebetserhörung, ein anderes Mal scheint sich nichts zu tun. Im Gegenteil: Situationen, Krankheitsverläufe, … verschlimmern sich.
Hat Jesus zu viel versprochen? Hat er mehr versprochen, als er wirklich halten kann?
Solche Vermutungen können einem schon mal durch den Kopf gehen angesichts solcher großen Zusagen wie der Monatsspruch.

Nun kann es nicht darum gehen, die enttäuschenden und ernüchternden Erfahrungen im Blick auf das Gebet schön zu reden. Wozu ich Sie/ Dich aber einladen möchte, ist, der Hoffnung Raum zu geben, dass Jesus sich hier nicht versprochen hat. Auch wenn diese Hoffnung nur minimal größer sein sollte als der Zweifel …
Jesus will mit seinen Worten diese Hoffnung wecken. Gleich nach dieser Zusage unterstreicht er, dass „unser Vater im Himmel“ keines seiner Kinder einfach abweist oder billig abspeist. Im Gegenteil: ER wird „denen Gutes geben, die ihn bitten!“

Wie können wir nun aber die umfassende Zusage von Jesus mit unseren Erfahrungen zusammen bringen?

Ich entdecke in den drei Beschreibungen des Monatsspruches einen Weg:
Jesus ermutigt uns, mit allem zu ihm zu kommen und ihn zu bitten. Und er verspricht, dass uns (etwas) gegeben wird. Keines unserer Gebete bleibt unerhört! Was uns aber gegeben wird, müssen wir Gott überlassen. Wir dürfen aber gewiss sein, dass es nicht zu unserem Schaden sein wird, sondern „zum Guten“. Gerade dann, wenn seine Antwort ausbleibt oder anders ausfällt, als wie ich es erbittet habe, lädt Jesus uns ein „zu suchen“. Wir sollen dranbleiben und nach dem „Guten“ suchen, das Gott uns gibt. Denn wer sucht, der wird finden, verspricht Jesus. Wieder müssen wir aufgrund unserer Erfahrungen sagen: Was wir finden, müssen wir wieder Gott überlassen. Aber immer werden wir etwas finden, mindestens IHN, Seine Gegenwart und Nähe, Seine Hilfe und Kraft, Seinen Trost und Frieden. Denn: Wer anklopft, dem wird aufgetan! Eine Tür wird sich auftun, mindestens die Tür, die uns Gemeinschaft mit IHM eröffnet! Das verspricht Jesus hier felsenfest.

Ich wünsche uns, dass uns diese großartige Zusage von Jesus zum Beten ermutigt. Ein Beten, das mehr ist als nur unsere Bitten loszuwerden. Ein Beten, das uns Gottes Nähe und seinen Frieden aufschließt und finden lässt. Das gebe ER uns allen!

Ihr Samuel Liebmann


Ihr Samuel Liebmann