Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

… da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen … aber sie erkannten ihn nicht.

(Lukas 24,15-16)

Unterwegs mit Gott! So höre und lese ich es in diesen Tagen immer wieder. Mal ist die Jahreslosung selbst aus Hebr. 13,14, die mich daran erinnert: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Ein anderes Mal eine Andacht dazu. Oder es sind Gedanken und Auslegungen im Rahmen der diesjährigen Gebetswoche der Evangelischen Allianz, mit denen ich mich beschäftige. Auch sie steht in diesem Jahr unter dieser Überschrift: Unterwegs mit Gott!

Dieser Slogan kann einen am Anfang dieses Jahres regelrecht verfolgen. Mancher kann die Worte vom „Unterwegs-Sein“ schon gar nicht mehr hören. Aber irgendwie lässt uns dieses Wort nicht los.

Vielleicht brauchen wir es am Anfang dieses Jahres 2013 besonders?!?

Für die einen stärker als ein Wort des Aufbruchs. Da liegt die Betonung auf dem „Unterwegs-Sein“. Wir werden erinnert und wach gerufen: Die Kirche Jesu Christi ist eine Bewegung. Sie ist (in erster Linie) keine Im-Mobilie, nichts Starres und Festgefahrenes. Und das deswegen, weil hinter allem Gott steht mit einer bewegenden Botschaft: ER liebt uns und will uns durch alle Stürme des Lebens zum Leben führen. ER selber ist unentwegt in Bewegung, nämlich auf dem Weg zu uns und mit uns, seinen geliebten Menschen – ob wir das glauben und wahrnehmen oder nicht.
Und damit komme ich zum Zweiten, warum wir diesen Slogan am Anfang dieses neuen Jahres auch besonders brauchen: Nämlich als Erinnerung und Wort der Ermutigung: Wir sind auf unseren Wegen niemals alleine unterwegs. Wir sind unterwegs mit Gott! ER ist immer bei uns und mit uns! Keinen Weg, auch nicht die Wege „durchs dunkle Tal“, müssen wir alleine gehen. „Denn Du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich“! (Psalm 23)

Beide Seiten enthält die Überschrift: Aufbruchsstimmung und getroste Zuversicht! Beides brauchen wir!

Wenn wir zu denen gehören, die müde geworden sind und den Mut verloren haben, dass unser Tun und Machen, unser Reden und Beten noch irgendetwas bewegen kann, dann lasst uns den Aufruf hören: Lasst uns Menschen des Weges bleiben. „Lasst uns Gutes tun, und nicht eher ruhn, bis wir dich im Lichte sehn …“ (Peter Strauch in „Herr wir bitten, komm und segne uns“)

Und wenn wir meinen: Keiner ist da, der mir hilft, dann lasst uns nicht aufhören zu glauben und damit zu rechnen: Gott ist da. Wir sind nicht alleine unterwegs auf unseren Wegen durch das neu begonnene Jahr.
In dieser Doppeldeutung wünsche ich uns allen ein getrostes und zuversichtliches „Unterwegs-Sein“ mit Gott,


Ihr Samuel Liebmann