Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

Das Frühjahr ist in vollem Gange und die Natur steht in voller Blüte. D.h. die ersten Bäume und Pflanzen sind bereits verblüht und haben erste Ansetze von kleinen Früchten bekommen. Darauf zielt alles in der Natur, bzw. in Gottes schöner Schöpfung: Dass Frucht wächst. Ganz unterschiedliche Früchte können wir wachsen sehen.
Auch unser Leben ist von unserem Schöpfer darauf angelegt, dass es Frucht bringt und Früchte trägt. Viele denken dabei an das, was wir aus unserem Leben alles machen können. Das kann dann ganz unterschiedlich aussehen. Je nach Gaben und Fähigkeiten des Einzelnen.
Der Monatsspruch spricht aber von einer (!) Frucht, die unser Schöpfer bei jedem Menschen gleich sucht. Dabei geht es nicht um „Werke“, sondern um Frucht. Und Frucht können wir nicht „machen“. Frucht muss wachsen. Auch wächst sie nur da, wo die Voraussetzungen entsprechend sind. Alles fängt mit einer schöpferischen und neues Leben hervorbringenden Befruchtung an. Von alleine wächst keine Frucht – im besten Fall gute Werke, aber keine Frucht. Weiter braucht die Pflanze zum Wachsen die Sonne, Wasser und einen guten, Boden.
Nochmal: Frucht wächst nicht von alleine. Sie braucht optimale Voraussetzungen.

Wir gehen auf das Pfingstfest zu - neben Weihnachten und Ostern das dritte große Fest.
Gott hat seinen heiligen Geist zu Pfingsten „ausgegossen“. Wo sich sein Geist mit unserem Geist aus Liebe vereint, ist der Same für die „geistliche“, bzw. göttliche Frucht gelegt.
Unter der Sonne der Liebe Gottes, durch das Wasser des Lebens Jesu, durch den Wind des Heiligen Geistes können somit in unserem Leben „Glaubensfrüchte“ wachsen. Mit Paul Gerhardt singen wir:
Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
dass ich Dir stetig blühe;
gib, dass der Sommer Deiner Gnad
in meiner Seele früh und Spat
viel Glaubensfrüchte ziehe.
Solche Glaubensfrüchte sind „Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlich-keit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbe-herrschung!”
D.h. Gott sucht an uns nicht große Lebenserfolge, herausragende Taten, imponierende Werke, sondern die Treue in kleinen Dingen. Nicht große Dinge müssen wir tun, aber viele kleine Aufgaben wollen wir ganz großartig erfüllen. Und das nicht durch Anstrengung und Willenskraft, wohl aber durch Hingabe und Vertrauen, Liebe und Geduld. So wachsen diese Früchte des Heiligen Geistes auch aus unserem Leben heraus. Und Gott als Gärtner hat Geduld. Er hegt und pflegt, liebt und beschneidet seine Pflanzen, damit sie ausreifen können zu einer letzten Frucht und Erfüllung. Dazu segne Gott uns alle,


Ihr Samuel Liebmann