Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder. Sprüche 16,24

Lieben Sie Sprichwörter? Sprichwörter sind kurze Sätze, die sich auf lange Erfahrung gründen. Sie drücken Weisheit und Lebensregeln in prägnanter Weise aus. Sprichwörter gibt es überall – ja sogar in der Bibel! Wer hätte das gedacht, dass die Bibel sogar ein ganzes Buch den Sprich-wörtern widmet. „Sie gründen doch auf menschliche Erfahrung. Wieso stehen sie dann in der Bibel, in ´Gottes Wort´?“ So könnte jemand zurecht fragen. Besonders hier im Buch der „Sprüche“ und genauso auch im Buch der „Psalmen“ (Lieder und Gebete) wird das Grundverständnis der Bibel deutlich: Sie ist „Gottes Wort im Menschen Wort“! Menschen haben etwas mit Gott erlebt, haben Gottes Wort gehört und geben hier „Ant-Wort“ auf Gottes Wort. Alles im Leben haben hier Menschen mit Gott in Verbindung gebracht, so dass Gott sich auch in den Lebenserfahrungen zeigt. Auch hier können wir Menschen Gott entdecken. In dieser Grundhaltung entstanden diese „verdichteten Lebenserfahrungen“, die wir Sprichwörter nennen. Und wer das Buch der Sprüche in der Bibel liest, wird staunen, wie viele Sprüche uns bekannt sind: „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!“ „Hochmut kommt vor dem Fall.“, „Wenn dich die bösen Buben locken ...“ usw. Unbewusst hat also in den Sprichwörtern auch heute noch biblisches Denken Platz in unserer säkularen Welt.
Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, will, dass unser Leben gelingt. ER will, dass es gut wird und wir uns nicht verlieren in den vielen Möglichkeiten. Denn nicht alles, was möglich ist, ist eben auch gut! Es lohnt sich auf Erfahrungswerte anderer zu hören, die sich immer wieder bewahrheitet haben – und somit Wahrheit vermitteln!
So auch der oben erwähnte Monatsspruch: Freundliche Rede … Das hört sich so selbstverständ-lich an – im Alltag kommt sie nicht selten zu kurz! Mancher spricht sogar von einer Meckerkultur in Deutschland. In einem Autohaus liefen Mitarbeiter mit einem bedruckten Pullover herum, auf denen um Freundlichkeit gebeten wird … Sie ist eben doch nicht so selbstverständlich, obwohl jeder von uns weiß und es oft erlebt hat, wie gut und geradezu heilsam sie doch ist … Vor allem in Jesus können wir „Gottes Freundlichkeit“ entdecken, vgl. Titus 3,4!


Ihr Samuel Liebmann