Gemeinschaft in der ev. Kirche - Flensburg

Südergraben 28 | 24937 Flensburg | Prediger: Samuel Liebmann

Auf ein Wort

Liebe Geschwister und Freunde

„Woher willst Du wissen, dass Dein Gott der Richtige ist?“ So werde ich immer wieder mal gefragt. Eine berechtigte Frage! Glaube ich an den Gott der Bibel, an Jesus Christus als Gottes Sohn „nur“, weil ich in einem entsprechenden Elternhaus und Umfeld groß geworden bin? Was wäre, wenn ich in Syrien oder Saudi Arabien aufgewachsen wäre und andere Götter erlebt hätte? Was für ein radikaler und fundamentalistischer Anspruch zu glauben, „mein“ Gott und so wie ich ihn verstehe, sei der einzig Wahre?!
Vielleicht kennen Sie ähnliche Fragen. Der Monatsspruch für Mai „provoziert“ geradezu diese Anfragen. Diese Worte kommen aus dem Mund des Königs David. Aber er will gar nicht provozieren. Er kommt einfach aus dem Staunen nicht wieder heraus. So viel Gutes hat er bereits mit Gott erlebt. Und was er kurz vorher von dem Propheten Nathan hören durfte, das haut ihn um: Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? Aber nun hast du das noch für zu wenig gehalten und hast dem Hause deines Knechtes sogar für die ferne Zukunft Zusagen gegeben … (2. Sam. 7,18-19) Der Monatsspruch ist das persönliche, dankbare Bekenntnis eines Menschen, der von dem Erleben von Gottes Güte überwältigt ist und von seinen Zusagen bis in die „ferne Zukunft“ getragen und gehalten wird. Und genau darin finde ich mich wieder: Auch ich kann nur staunen, wie sehr mich dieser Gott, dem ich mich anvertraut habe, beschenkt und bewahrt, vergeben und geholfen, getröstet und ermutigt, berührt und angesprochen, erfreut und gestärkt hat und vieles mehr. Neben dem dankbaren Zurückschauen ist es das Erleben, dass seine Zusagen und Worte mich tragen und halten, mich beleben und mir Hoffnung geben – wie keine anderen! Auch ich kann und will in dieses Bekenntnis des Monatsspruches einstimmen, ohne dass ich es je beweisen könnte, ohne dass ich erst alle Religionen „ausprobiert“ hätte. Es ist richtig, dass man mir all das anfangs Genannte vorwerfen kann. Aber das, was ich mit diesem Gott der Bibel erlebt habe, kann mir niemand nehmen. ER ist nicht einfach irgendein „Gott“, ER ist mein Vater im Himmel, den ich durch Jesus Christus und seine aufopfernde Liebe kennen lernen durfte. Und ich weiß: ER will auch Dein liebender Vater im Himmel sein, vertraue ihm …


Ihr Samuel Liebmann